EFTTA ERGREIFT MAßNAHMEN, NACHDEM EINFÜHRUNG EINES PORTUGIESISCHEN LIZENZSYSTEMS FÜR SEEFISCHEREI DEN UMSÄTZEN AUS DEM VERKAUF VON ANGELAUSRÜSTUNG IN EUROPA SCHADET
Die European Fishing Tackle Trade Association (EFTTA) hat vor kurzem die Behörden in ganz Europa aufgerufen, sorgfältig und besonders kritisch über die Einführung von Anglerlizenzen nachzudenken, nachdem bekannt wurde, dass die Einführung eines Lizenzsystems in Portugal katastrophale Auswirkungen auf den Verkauf von Anglerausrüstung im Land hatte.
Das offizielle Handelsorgan, die EFTTA, das nahezu 300 Hersteller und Großhändler von Sportfischereigeräten vertritt, warnte davor, dass die umfangreiche Einführung von Lizenzen für das Seefischen - deren Einführung in einer Reihe von Ländern erwogen wird - die 25 Milliarden schwere sozioökonomische Kaufkraft auf Seiten der Freizeitangler in ganz Europa gefährden könnte.
Seefischer in Portugal wurden genötigt, ab Januar eine Anglerlizenz zu erwerben, wodurch 60% des Umsatzes für Anglerausrüstung vernichtet wurden. Zudem wurden Händler für Anglerausrüstungen ebenso wie Fischer noch zusätzlich durch den Umstand verärgert, dass 50% der von den portugiesischen Behörden eingetriebenen Einnahmen aus den 12 EUR für eine Landlizenz sowie den 60 EUR für eine Bootslizenz in einen Entschädigungsfonds zugunsten von gewerblichen Fischern fließen. EFTTA Präsident Gregg Holloway, sagte: "Wir haben den Eindruck, dass Anglerlizenzen für Freizeitangler dann keine schlechte Sache darstellen, wenn das durch solche Lizenzen eingenommene Geld wieder zugunsten der Freizeitangler
investiert wird, etwa durch Verbesserung der Anglerstandorte, Naturschutz sowie verbesserten und vermehrten Zugang zu Fischereigewässern für Angler.
"Doch die in Portugal eingeführte Lizenz für Seefischer bewirkt nichts von alledem. Im Gegenteil! Vielmehr zieht die Lizenz den Anglern Geld aus der Tasche, ohne etwas von dem zurückzugeben, was von den Freizeitanglern sowie von der Anglerausrüstungsbranche benötigt und gewünscht wird."
EFTTA schlägt eine gemeinschaftliche Kampagne ein, in deren Rahmen die portugiesischen Behörden zur Änderung des neuen Gesetzes aufgerufen werden, zumal mit diesem Gesetz auch eine Verbannung des Seefischens von zahlreichen bei Anglern beliebten Küstengebieten einschließlich Stränden, Häfen und der Pier einhergeht.
EFTTA hat auch eine Onlinepetition mit dem Namen ‘EFTTA Campaign Against Unfair Sea Fishing Taxes’ gestartet, die unter www.ipetitions.com/petition/eftta-licences/ unterzeichnet werden kann. EFTTA ruft alle Seefischer in ganz Europa auf, diese Petition zu unterschreiben.
Bevor dieses Gesetz in Kraft trat, verzeichnete Portugal zwischen 750.000 und 1 Million Seefischer. EFTTA befürchtet nun aufgrund dieses 'kranken Gesetzes' einen dramatischen Rückgang der Beteiligung am Seefischen im Land.
Holloway fügte hinzu: "Es ist eine bewiesene Tatsache, dass Sport- und Freizeitangeln in vielen Fällen einen wesentlichen Beitrag zu den Einnahmen der örtlichen Wirtschaft leistet, indem Angler Ausrüstung, Essen, Trinken und Unterkunft erwerben. Europas 25 Millionen Angler erzeugen mit ihrer sozioökonomischen Kaufkraft etwa 25 Milliarden EUR zugunsten der europäischen Gesellschaften.
"Der Umstand, dass dasselbe Gesetz gleichzeitig Anglern den Zugang zu einer Reihe von Standorten, an denen sie zuvor geangelt haben, verwehrt, verschlimmert die Situation noch weiter. Dies kann die Beteiligung am Angeln und Sportfischen in Portugal nur senken. Liegt dies wirklich im Sinne des Gesetzgebers?"
“Portugal war ein bevorzugtes Anglerziel für Seefischertouristen aus anderen Ländern. Wir können nur erahnen, wie sehr dies den ländlichen Gemeinden, die auf die Fortführung des Angeltourismus angewiesen sind, bereits geschadet hat und schaden könnte.
EFTTA hat die portugiesische Verwaltung nach den Gesamtumsatzzahlen aus dem Verkauf der Anglerlizenzen gefragt, diese konnten sie jedoch telefonisch nicht übermitteln. EFTTA hat nun eine schriftliche Anfrage eingereicht und beabsichtigt, diese zu veröffentlichen, sobald die verfügbar ist.
Die portugiesische Situation hat im gesamten Bereich des europäischen Handels für Anglerausrüstung leichte Reaktionen hervorgerufen.
Aku Valta von Rapala, der weltweit größte Hersteller von Ködern mit Sitz in Finnland, jedoch beträchtlichem Umsatz für Anglerausrüstung in Portugal, sagte: "Wenn sich das, was ich gelesen habe, als wahr herausstellt, ist dies ein erheblicher Rückschlag für die Freizeitangler in Salzgewässern in ganz Europa. Diese Entwicklung bereitet mir wirklich Sorgen, nicht nur im Hinblick auf die portugiesischen Sportangler, sondern gleichzeitig hinsichtlich der Hunderten oder Tausenden von Menschen, die aus dem Freizeitangeln hier ihren Lebensunterhalt bestreiten".
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